Lang, lang ists her und Auswärtsdöner in der alten Heimat

Joa, jetzt hab ich festgestellt, dass der letzte Eintrag schon zwei Wochen her ist. Es war aber ja Ostern, und Ostern ist bei manchen dönerfreie Zeit. Bei mir nicht, aber da ich über die Feiertage nicht in Berlin war, musste ich auswärtsdönern. Dazu dann auch gleich mehr. Ansonsten gab es auch ein paar weniger erfreuliche private Nachrichten für mich, aber das erspare ich euch besser.

Über die Feiertage habe ich also meine Eltern in der Nähe von Wetzlar besucht (das liegt in Mittelhessen, ja, MITTELhessen – manche werden den Insider verstehen). Abgesehen von einer Menge anderen sehr guten Essens waren wir dann auch gemeinschaftlich beim lokalen Aushängeschild Tadim, direkt am Wetzlarer Bahnhof.

Lustige Anekdote zum Wetzlarer Bahnhof:

Früher zumindest war es so, dass die Durchsagen im Zug bei der Einfahrt nach Wetzlar nicht wie überall sonst „Nächster Halt: Wetzlar“ lautete, sondern immer „Wetzlar, hier Wetzlar“ durchgesagt wurde. Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist, aber achtet mal drauf, solltet ihr mal mit dem Zug nach Wetzlar fahren, und gebt hier Bescheid.

Tadim

Also Tadim Döner. Ich muss zugeben, dass ich nicht mehr so furchtbar nüchtern war, als wir da aufgelaufen sind. Trotzdem hab ich mir Notizen gemacht und erinnere mich an einen leckeren Döner:

Das Fleisch war gut ausgebraten, auch ansonsten lecker. Zwar sah das Fleisch im fertigen Döner anders aus als auf dem Spieß, aber vermutlich lag das am schlechten Licht. Das Kraut war der Hammer, es gab sowohl Rot- als auch Weißkraut, und das war megalecker mariniert und schön geschmeidig, aber trotzdem knackig. Dazu noch Salat und Zwiebeln. Leider bekam ich keine Tomaten, weil ich die Gurken abbestellt habe, das hätte nochmal nen Kick gegeben. Das heimliche Highlight war das Brot – selbstgebacken und schön fluffig, aber trotzdem knusprig. Nur die Verteilung war etwas suboptimal, am Ende war es dann doch sehr viel Brot.

Die Sauce war an sich lecker, aber wieder etwas viel Mayo.  Auf meinen Hinweis bekam ich dann nur den Kommentar „Du bist der Erste, der das sagt!“ – vielleicht bin ich da wirklich zu empfindlich.

Alles in allem ein sehr leckerer Döner, der durchaus gut nach Berlin passen würde. Er bekommt solide 8 / 10.

Und sonst so?

Wie ihr vielleicht festgestellt habt, ist die Domain 42doener.com jetzt auch umgestellt und ihr erreicht 42 Döner über beide Domains.

Ansonsten plane ich das erste 42 Döner-Event in Berlin und würde mich über rege Teilnahme natürlich sehr freuen.  Dazu gibt es dann aber auch noch eine separate Ankündigung.

Außerdem hoffe ich, dass wir uns alle beim Berliner Kebab Festival am 3. Juni sehen. Ich hab meine Tickets auf jeden Fall schon!

 

7Days – für 7 Tage pro Woche Döner?

Am Wochenende habe ich wie angekündigt einen Laden von der Bucketlist abgehakt. Auf Anregung einer Leserin (danke, Michelle!) gab es also einen Abstecher ins schöne Schöneberg zu 7Days am Kaiser-Wilhelm-Platz.

Der Laden ist richtig klein und beim Reingehen fällt natürlich sofort der Spieß ins Auge, auf dem sich Hähnchenfleisch um seine eigene Achse dreht. Natürlich schürt das erstmal meine Skepsis, weil Hähnchen selten wirklich gut ist. Außerdem gibt es sechs verschiedene Soßen zur Auswahl (neben Knoblauch und Kräuter auch noch Avocado, Chili, Hummus und Sesam). Außerdem hat man bei 7Days die Wahl zwischen normalem und Vollkornbrot und der Standard-Döner ist ein Gemüse-Döner, also bekommt man noch frittiertes Gemüse mit rein wie etwa bei Mustafa.

Der Salat ist auch außergewöhnlich, weil mit allerlei Kräutern vermischt. Dafür gibt es allerdings kein Rotkraut.

Ich bestelle also Vollkorn-Chicken-Gemüse-Kebab. Ich wollte schon lange mal Vollkorn-Brot beim Döner probieren, weil das im Endeffekt den größten gesundheitlichen Nachteil von Döner (Weißmehl) verbessert. Als Sauce wähle ich Sesam, weil sie die einzige Sauce auf Jogurt-Basis ist und ich keine Lust habe schon wieder Unmengen an Mayo zu essen. Ansonsten natürlich wie immer ohne Gurken. Preis: Stolze 4,20 €. (Ohne Vollkorn ist er etwas günstiger)

Der Döner wird dann mit viel Liebe zubereitet – man bekommt neben einem Spritzer Zitrone noch etwas Weißkäse und rotes Gewürz drübergestreut. Außerdem ist alles gut verteilt und sieht so aus:

Das frittierte Gemüse besteht im Wesentlichen aus Potato Wedges und Paprika.

Fazit

Der Döner bei 7Days ist richtig lecker. Er schmeckt zwar nicht wie der klassische Döner, ist aber frisch und nicht so schwer. Das Brot ist leider von der Konsistenz her so, dass es sofort auseinanderbricht und ich eine ziemliche Sauerei in den Händen habe, auch wenn insgesamt das Vollkornbrot echt lecker ist.

Die Sesam-Sauce ist genau die richtige Wahl, wenn man keine Lust auf Mayo hat. Die Kräuter-Sauce probiere ich auch, aber ich glaube mit der Kräuter-Sauce wäre der Döner direkt einen ganzen Punkt schlechter. 8,5 / 10 – damit reiht sich 7Days direkt hinter Ugur Imbiss auf Platz im Ranking ein. Eine bessere Bewertung verhindern lediglich das Hähnchenfleisch (auch wenn das echt lecker ist), die Sauerei beim Brot und die Wedges. Hier wären selbstgeschnittene Kartoffeln einfach besser.

Schlag auf Schlag – ich esse Döner (fast) jeden Tag. Diesmal: Kaplan Döner (Schönhauser)

Jetzt werd ich noch zum Döner-Dichter! Wieder ist es mittags, wieder in Prenzlauer Berg entlang der Schönhauser Allee. Kaplan Döner. Dass ich in letzter Zeit so ein Tempo vorlege liegt auch daran, dass einer meiner Kollegen jeden Tag (!) Döner zum Mittagessen hat. Gut, es ist ja auch eine vergleichsweise ausgewogene Mahlzeit, also wenn man etwas jeden Tag essen will, dann ja wohl Döner!

Also Kaplan Döner. Kaplan ist ja eine der größeren Ketten in Berlin, ich kenne außer dem an der S/U-Schönhauser Allee auch noch einen Kaplan Döner am Leopoldplatz und einen an der Osloer Str.

Der hier ist relativ neu, in der Bude gegenüber der Schönhauser Allee Arkaden, da war vorher ein anderer Dönerladen drin. Dementsprechend wirkt alles noch relativ neu und für eine Dönerbude stylish. Man kann auch drinnen sitzen, das ist auch ganz angenehm.

Ich bestelle wie immer. Ich hätte sogar die Wahl gehabt zwischen Kalb und Hähnchen, aber die Frage stellt sich ja eigentlich nicht.

Das Brot ist wie so oft etwas zu gut getoastet und bricht schon beim Zusammendrücken des Döners. Ansonsten ist erstmal alles einwandfrei: Das Fleisch ist sehr gut durchgebraten und knusprig, auch wenn es Kaplan-typisch aus sehr viel Hack besteht, das allerdings gut gewürzt ist. Das Rotkraut ist wirklich hervorragend und es ist auch alles gut verteilt und nicht zu Fleisch-lastig. Größter Wermutstropfen wie so oft ist die Sauce, die auch hier wieder zum größten Teil aus Mayo besteht und Kaplan Döner eine deutlich bessere Note vermiest: 7,5 / 10. Wer mal an der Schönhauser Allee Station ist, kann da also mit einem soliden Döner rechnen.

Mir ist übrigens aufgefallen, dass ich oftmals nicht mehr den Preis dazu schreibe. Wie bei den Döner-Prinzipien beschrieben, ist das auch nicht der entscheidende Punkt, aber trotzdem werde ich das wieder konsequenter verfolgen. Bei diesem Kaplan liegt der Dönerkurs bei für diese Gegend sehr durchschnittlichen 3,50€.

Ali Baba und die 42Döner

Wunderbares Wortspiel, nicht wahr? 😉 Naja nicht wirklich. Jedenfalls war ich letztens (schon wieder) zur Mittagszeit in Prenzlauer Berg unterwegs und habe den Döner bei Ali Baba and der Danziger Str. verköstigt.

An sich sieht der Laden erstmal gut aus; ein genauerer Blick auf den Spieß und die Karte schürt dann aber ein wenig meine Skepsis: Es gibt „nur“ Hähnchen und da Ali Baba ansonsten auch Schawarma, Haloumi und co. anbietet, liegt die Vermutung nahe, dass alles irgendwie eine Variation voneinander ist. Klar, das Brot ist ein normales Dönerbrot und auf dem Döner ist erstmal das übliche Zeug. Leider mache ich einen Fehler beim Bestellen und bestelle die Gurken nicht ab, also habe ich einen riesigen Haufen Gurken auf dem Döner:

Naja, ich schaffe es trotzdem, den Gurkengeschmack im Zaum zu halten. Wie man sieht ist kein Kraut auf dem fertigen Döner. Tomaten auch Fehlanzeige, also bleiben für mich nur Eisbergsalat und Zwiebeln. Die Sauce ist auch bei Ali Baba Mayo-basiert, allerdings vielleicht nicht ganz so schwer wie an anderer Stelle. Das Brot ist ordentlich getoastet, aber noch akzeptabel, so dass nicht gleich alles auseinanderbricht.

Das Fleisch ist ja im ersten Moment ganz lecker, allerdings ist das eigentlich immer so mit Hähnchenfleisch; das Problem ist eher gegen Ende, wo man eigentlich genug hat und nur noch das vor Fett triefende Fleisch mit Sauce (auf Mayo-Basis) im Brot hat. So auch hier. Hinterher ist es dann alles zuviel, das Gefühl im Bauch dementsprechend auch nicht überragend.

Trotz der vielen Abzüge bekommt der Döner noch 5 / 10, weil die Qualität der einzelnen Komponenten doch irgendwie ordenltich ist und er im Vergleich zu den letzten Dönern ein kleines bisschen besser abschneidet.

Trotzdem: Ich hoffe, dass demnächst mal wieder bessere kommen, das ist ein regelrechtes Trauerspiel in letzter Zeit.

Für das kommende Wochenende habe ich mir fest vorgenommen, mindestens einen der Döner auf der Bucketlist zu testen – ihr dürft gespannt sein, welcher das ist 🙂

City Döner in der City und die Döner-Datenbank

Endlich wieder Döner!  Ein bisschen Ironie steckt da schon drin, weil ich wirklich regelmäßig Döner esse und mir das auch wirklich nicht zuviel wird. Es sind ja auch immer neue Döner und immer ein anderer Geschmack. Außerdem ist ein ordentlicher Döner ja auch eine ausgewogene Mahlzeit, also könnte ich wahrscheinlich auch jeden Tag so ein türkisches Fleischspießfleischsandwich essen. Mjam, könnte gerade wieder, dabei hab ich noch den Knoblauch von meinem Mittagsdöner im Mund 😀

Diesmal war ich wieder in Prenzlauer Berg unterwegs. Wer sich wundert, dass das Gebiet um die Schönhauser Allee / Eberswalder Str. so ein häufiger Anlaufpunkt für Döner-Berichte ist, dem sei gesagt: Ich arbeite da in der Nähe. Wenn ihr also noch gute Döner-Tipps in der Nähe habt – bald bin ich mit den offensichtlichsten Kandidaten durch und brauche Nachschub.

Diesmal also City Döner. Ich bin relativ früh dran – es ist kurz nach 12 – und ich bestelle wie immer, mit Knoblauch, ohne Gurken. Der Döner ist dann auch prompt fertig und sieht so aus:

Sieht eigentlich nicht schlecht aus, auch wenn die Sauce schon offensichtlich auf viel Mayo basiert. Immerhin ist alles gut verteilt und das Gemüse auch nicht schlecht, das Kraut ein bisschen säuerlich mariniert. Die Zwiebeln haben offenbar auch eine Behandlung abbekommen, sind recht glasig und nicht scharf. Vielleicht wurden die gewässert oder so, um die Schärfe rauszubekommen, ansonsten schmecken sie relativ normal. Das Fleisch ist leider nicht so super gut. Wie beim letzten Mal kommt bei mir wieder die Erinnerung an Konservenfleisch hoch. Der Dönermann schneidet das Fleisch auch vorher noch klein, was gar nicht sein muss bzw. sogar kontraproduktiv ist.

Die Sauce ist dann allerdings die klare Schwäche des Döners. Viel zu Mayo-lastig und ansonsten auch nicht besonders schmackhaft, dafür mit viel Knoblauch.

Alles in allem fühle ich mich nur so mäßig gut nach dem Döner. Vielleicht wars auch einfach kein guter Tag, aber mehr als 4,5 / 10 sind auch hier nicht drin. Der Preis liegt übrigens bei 3,50€.

Was mir beim Rausgehen noch auffällt ist, dass der Dönerspieß schon ziemlich schmal ist. Wie genau das um die Uhrzeit sein kann, weiß ich nicht. Natürlich schrillen da bei mir direkt die Alarmglocken. Ich will niemandem etwas unterstellen, aber da drücke ich keine Augen zu. Ich werde das weiter beobachten und ggf. nochmal ein Update posten.

Außerdem gibt es eine große Neuigkeit:

Die Döner-Datenbank ist online!

Hier werden jetzt alle Döner sortierbar mit ihren besonderen Stärken und Schwächen aufgelistet, so dass ihr immer den richtigen Döner in der Nähe findet. Eine Karte wäre noch nett, mal sehen wie sich das realisieren lässt.