JWD-DÖNER…UNTERWEGS IN SPANDAU BEI GRILLHAUS ANATOLIEN

Letztens war mal wieder Dönerzeit. Naja, Dönerzeit ist echt häufig, allerdings sind das nicht immer neue, und dann muss ich das ja auch noch dokumentieren. Und da bin ich echt faul geworden. Sei’s drum, es gibt jetzt wieder einen neuen Döner-Bericht.

Diesmal also Spandau. Ja, Spandau gehört noch zu Berlin, auch wenn man sich vom Altstadt-Feeling schnell in die Irre leiten lässt. Nach einem längerem Spaziergang im Spandauer Forst war dann auch der Hunger groß, also Google Maps befragt. Siehe da, Spandau hat ein paar recht gut bewertete Dönerläden.

Wieso Grillhaus Anatolien?

Unter den besten Dönerläden mit 4,8 / 5 Sternen ist das Grillhaus Anatolien. Ich fahre dorthin, weil es sich da gut parken lässt und ich mit dem Auto unterwegs bin. Neben Döner gibt es hier auch ganz viele lecker aussehende Grillgerichte und Falafel, die allerdings nicht frisch gemacht sind.

Die Dönerleute haben gute Laune und sind wirklich sehr nett. Ich bestelle meinen Döner wie immer, dazu noch Pommes. Der Döner kommt recht fix und sieht erstmal gut aus:

Das Fleisch macht den Eindruck, als enthält es feste Fleischstücke und nicht nur Hackfleisch (auch wenn das am Spieß noch anders gewirkt hat), abgesehen davon ist es ziemlich lecker. Das Brot ist quasi auf den Punkt getoastet, allerdings ein klein wenig trocken. Vielleicht hat es ein bisschen zulange draußen gelegen. Beim Gemüse ist alles soweit Standard, nicht überragend, aber durchaus solide, insbesondere beim Rotkraut. Die Sauce ist erstmal lecker, zwar mit Mayoanteilen, aber nicht zu schwer. Was mir jedoch später ziemlich unangenehm auffällt ist, dass der Knoblauch in der Sauce wohl schon etwas älter war. Dadurch habe ich für den Rest des Tages eine ordentliche Knoblauchfahne und viel Durst und der Döner liegt alles in allem etwas schwer im Magen.

Fazit

Der Döner beim Grillhaus Anatolien ist eigentlich echt lecker und mit Liebe gemacht. Die Verteilung ist gut, das Fleisch lecker und die Leute sind wirklich sehr nett. Leider gibt es leichte Abzüge für das Brot und größere für die Nachwirkungen bei der Sauce, deswegen „nur“ eine 7,5 / 10. Wer aber eine solide Döner-Alternative in Spandau sucht (und vielleicht zur Kräutersauce greift), der kann da ruhigen Gewissens hingehen.

Wie ist eigentlich der Döner bei Hasir in Schöneberg?

So. 4 Wochen ist der letzte Eintrag her, die Döner stapeln sich schon bei mir. Natürlich nicht die Döner selbst, sondern die geplanten Beiträge hier auf dem Blog. Döner hab ich nämlich genug gegessen, muss aber wahrscheinlich bei dem ein oder anderen bald nochmal vorbei, weil ich die Dinger nicht mehr zuordnen kann. Egal. Heute war ich jedenfalls nach einem Besuch auf dem Fahrradmarkt am Winterfeldtplatz bei Hasir auf der Maaßenstraße in Schöneberg. Vermutlich war ich der Erste, der den Döner da heute gegessen hat, aber für ein spätes Döner-Frühstück ist es nie zu früh 😉

Es gibt so einige Hasir-Restaurants in Berlin, ich weiß nicht, ob die alle zusammenhängen und / oder eine vergleichbare Qualität bieten, also bitte diese Bewertung nicht pauschal auf alle Hasirs anwenden.

Döner bei Hasir

Um es vorweg zu nehmen – Hasir ist kein klassischer Dönerladen, sondern eher ein türkisches Restaurant, ganz schön eingerichtet und mit viel Platz. Ein großer Döerspieß hängt da auch und der sah ganz schö gut aus, also fiel die Wahl auf Hasir.

Ich bestelle den Döner im Brot mit Knoblauch. Gurken kommen hier sowieso nicht drauf, aber offensichtlich ist der Standard eher ein Grillgericht oder Döner-Teller, weil ich gleich zweimal mit enttäuschtem Gesichtausdruck gefragt werde, ob ich wirklich einen im Brot haben will. Na klar im Brot!

Der Döner kommt auch prompt und sieht so aus:

Das Brot ist also selbst gemacht (und recht klein), mit viel Sesam und etwas Gries und von außen etwas knusprig, aber schön frisch und innen noch fluffig. Im Endeffekt nahe an der Perfektion für ein selstgemachtes Döner-Brot. Die Sauce ist nur leicht knoblauchig, recht leicht (Jogurt-Basis), aber es ist vielleicht etaws zu wenig davon drauf.

Beim Gemüse sind die großen und reichlichen Tomatenscheiben positiv zu bewerten, hier würde ich mir aber eine kleine Prise Salz über die Tomaten wünschen, um das alles noch ein wenig würziger zu machen. Das Rotkraut ist zwar mariniert, aber nicht besonders stark oder besonders. Es ist zwar weich, trägt aber nicht viel zum Geschmack bei. Etwas besonderes sind die Petersilienblätter, die dem Döner gleichzeitig Frische und Würze verleihen. Das sollte es öfter geben!

Ebenso etwas besonderes ist das Fleisch bei Hasir. Das besteht fast ausschließlich aus festen Fleischteilen und schmeckt ein wenig so, als wäre ein kleiner Lamm-Anteil drin. Es ist auf jeden Fall kräftiger im Geschmack als üblich und hat eine hohe Qualität. Wenn der Döner etwas abkühlt, wird es leider etwas trocken, offenbar weil dem Fleisch etwas Fett fehlt (ich weiß, das klingt komisch, aber Fett ist einfach lecker).

Fazit

Der Döner bei Hasir in Schöneberg ist wirklich lecker. Die Verteilung, insbesondere in Verbindung mit der leichten Sauce und dem intensiven Fleisch, ist leider nicht optimal und am Ende bleibt fast nur Fleisch und Brot übrig. Trotzdem ist festzustellen, dass der Döner mit Liebe gemacht ist und wirklich hochwertig ist. Bei kleinen Verbesserungen in der Architektur und beim Rotkraut hätte er auch das Potenzial den Döner-Thron Berlins anzugreifen. So bleibt unter dem Strich ein richtig guter Döner, der für 4,50€ allerdings teuer und ziemlich klein ist.

8,5 / 10.

 

Zum ersten Mal live – aus der Warteschlange bei Mustafas Gemüse Kebap

Am Sonntag war es soweit: mein Kumpel Frank und ich haben uns bei Mustafa’s Gemüse Kebap am Mehringdamm angestellt. Damit das Warten nicht zu langweilig wird, war der Plan, das Ganze einfach zu filmen und auf Facebook live zu gehen. Das ganze Video gibt es bei 42 Döner auf Facebook oder einfach hier:

Es war das erste Mal live und offenbar gab es noch ein paar Probleme mit dem Kamerahalter und dem Quer-/Hochformat, aber das werden wir beim nächsten Mal noch optimieren.

Der Döner

Wer nicht das ganze Video ansehen will, dem sei gesagt, dass die Wartezeit bei Mustafa’s Gemüse Kebap schnell über eine Stunde sein kann, in unserem Fall 1:08 Stunden. Hat sich das Warten gelohnt? War der Döner wirklich so gut?

Grundsätzlich muss ich sagen: Döner ist eigentlich ein Essen, auf das man nicht lange warten sollte. Also kann sich eine so lange Wartezeit grundsätzlich nicht lohnen.

Aber vielleicht doch?

Mit viel Hunger und Vorfreude bekomme ich den Döner. Wie immer ohne Gurken, diesmal mit allen Saucen. Die Leute sind bei Mustafa wirklich routiniert und verfallen nie in Stress, was aber bei dem Andrang rund um die Uhr eher ungünstig wäre. Der Döner kommt dann auch schnell und sieht erstmal gut aus. Das Fleisch ist Hähnchenfleisch und ganz  gut angebraten, aber nicht knusprig, das Brot gut getoastet. Das „Gemüse“, das Mustafa’s Gemüse Kebap den Namen gibt, ist wie bei fast alles Gemüse Dönern frittierte Kartoffeln, Paprika, Möhren und Zucchini. Vielleicht ein klein wenig zu lange in der Fritteuse, was es etwas schlapp wirken lässt.

Die Saucen sind ok, die Knoblauchsauce sicher besser als die Kräutersauce. Die scharfe ist nicht zu scharf und eine gute Abrundung.

Fazit

Mein Fazit zu Mustafa’s Gemüse Kebap findet ihr auf Instagram:

Alles in allem also 7,5 / 10. Nicht schlecht, aber es gibt bessere.

Ganz großen Dank nochmal an Frank!

Back in Berlin – Sever Imbiss am Nettelbeckplatz

Die Liste an Dönerläden, die ich zwar getestet, aber noch nicht hier verewigt habe, wird leider immer länger. Es gibt einfach zu viel Döner und zu wenig Zeit, das alles zu dokumentieren 😉 hier aber endlich wieder ein Beitrag zu einem Dönerladen im Wedding. Diesmal: Sever Imbiss am Nettelbeckplatz.

Der Sever Imbiss liegt am Nettelbeckplatz an der Ecke zur Lindower Straße. Zwischen Sever und einem anderen Dönerladen, Bistro49, liegt nur ein Späti. Die Wahl fällt auf Sever, weil dort das Fleisch gerade etwas besser ausgebraten aussieht. Bistro49 kommt dann bei nächster Gelegenheit dran.

Der Döner

Wie immer bestelle ich ohne Gurken, aber mit Tomaten, und Knoblauchsauce. Irgendwie kommt es zu ein wenig Verwirrung und plötzlch landen dann doch Gurken auf dem Döner, dafür aber kein Rotkraut. Was nach einer mittelschweren Döner-Katastrophe aussieht, lässt sich zum Glück durch einen kleinen Hinweis meinerseits und viel Humor seitens des Sever-Dönermannes wieder ausbaden. Puh! Dafür hab ich jetzt eine Extra-Portion Rotkraut, wie sich unschwer auf dem Foto erkennen lässt:

Das meiste ist Standard. Das Fleisch ist ok, geschmacklich und vom Grillgrad her eher durchschnittlich. Das Brot ist ganz gut auf den Punkt getoastet und hat noch ein wenig Fluffigkeit. Das Gemüse ist soweit ok, das Rotkraut an sich nicht schlecht, aber dann doch etwas ungünstig verteilt. Die Sauce ist ok, zwar wieder einmal auf Mayonnaise-Basis, jedoch ist nicht zuviel drauf. Dadurch fällt die Sauce sprichwörtlich nicht zu sehr ins Gewicht 😉

Fazit

Sever Imbiss macht einen soliden Döner, wenn auch kein wirkliches Highlight. Die Proportionen sind an sich gut, aber die Verteilung etwas ungünstig, so dass am Ende zuviel Brot mit Fleisch und Sauce übrig bleibt. Wer am Nettelbeckplatz ist und Lust auf Döner hat, kann hier aber durchaus mal vorbei schauen. Ob er besser ist als der Nachbar, muss dann demnächst ein Besuch bei Bistro49 entscheiden. 6,5 / 10.

In eigener Sache

Am kommenden Sonntag ist das erste 42 Döner-Event geplant. Dann werde ich mit meinem Kumpel Frank mal bei Mustafas Gemüse Kebab am Mehringdamm vorbeischauen. Da dort mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist, werden wir auf Facebook per Live-Video zu sehen sein, also schaut am Sonntag bei Facebook vorbei!

Auch in Köln lässt es sich gut dönern – und Junggesellen verabschieden

Huch, schon zwei Wochen her. Dabei ist es nicht mal so, dass ich keine Döner essen und für euch testen würde, sondern ich komme einfach nicht dazu, das dann auch noch aufzuschreiben und für die Nachwelt zu archivieren. Ich gelobe Besserung – in den kommenden Wochen bin ich zwar wieder unterwegs, aber ich werde Platz für Blog-Sessions lassen und einfach weniger schlafen. Oder weniger Netflix schauen 😉

Vorletztes Wochenende war ich auf einem Junggesellenabschied in Köln. Ich war ja vorher schon oft in Köln, aber es hat mir noch nie so gut gefallen wie dieses Mal. Die Leute waren alle total nett und Dank des Bundesligafinales und des Einzugs in den Europapokal auch entsprechend gut gelaunt. Was bei Junggesellenabschieden passiert, kann sich ja jeder so ungefähr vorstellen. Jedenfalls ist dann am nächsten Tag das Bedürfnis nach einem Kater-Döner ganz besonders groß.

Da ich vom Hauptbahnhof abgereist bin und noch genug Zeit hatte, fiel die Wahl auf einen etwas unscheinbaren Dönerladen in der Nähe vom Hbf. Der Laden heißt unspektakulär Deniz Grill Pizzeria und befindet sich im Eigelstein, vielleicht 7 Fußminuten entfernt. Die wenigen, aber positiven Berwertungen auf Google haben mich überzeugt.

Ich tauche ziemlich früh (kurz nach 12) bei Deniz auf und bin dann auch der einzige Gast. Der Dönerspieß ist schon recht gut angebraten. Ich bestelle ohne Gurken und mit Knoblauch und bekomme einen nicht allzu großen Döner in selbstgebackenem Brot, das vorher noch ordentlich angetoastet wurde. Die Sauce geht in Richtung Zaziki, also auf Jogurt-Basis und mit kleinen Gurkenanteilen, was aber in dem Fall nicht schlimm ist. Wie so oft außerhalb Berlins wird sie auch nicht auf das Brot aufgetragen, sondern auf den sonstigen Dönerinhalt „geklatscht“. Schmeckt sehr gut, verteilt sich aber nicht besonders im Fleisch und dem Salat und sorgt natürlich für eine ordentliche Sauerei.

Das Gemüse ist ok, es fehlt Rotkraut, dafür gibt es Weißkraut. Insgesamt ist es etwas zu Salat-lastig.

Fazit

Alles in allem ein sehr leckerer Döner, definitiv ein Geheimtipp für die Kölner und alle Reisenden, nur einen Steinwurf vom Hbf entfernt. Abstriche gibt es lediglich beim Gemüse und der Verteilung der Sauce bzw. dem Aufbau und der daraus resultierenden Brotigkeit. 8 / 10 – jederzeit wieder!

Welche Döner bevorzugt ihr denn so in Köln?

 

Die Ketten weggesprengelt – Amrumer Grill

Letztens war ich mal wieder im Sprengelkiez unterwegs und wollte dort mal die Dönerszene abseits von Leo und Luxemburger Str. auschecken. Die Wahl fiel auf den Amrumer Grill in der Torfstraße. Allgemein ist im Sprengelkiez die Auswahl an Dönerläden deutlich niedriger als sonst im Wedding. Liegt wahrscheinlich daran, dass ansonsten ein ziemlich großes Angebot an Essensmöglichkeiten besteht und der Bedarf nach Döner vielleicht woanders gestillt wird.

Der Amrumer Grill liegt etwas unscheinbar in der Torfstraße gegenüber der Kreuzung mit der Sprengelstraße. Ich war recht früh am Mittag da, ohne Frühstück hat man um Viertel nach 12 umso mehr Lust auf einen ordenltichen Döner. Der Dönerspieß sah dementsprechend auch noch sehr unbeschnitten aus und das Fleisch war sehr knusprig, vielleicht sogar ein bisschen trocken, wer weiß.

Ich bestelle den Döner auch hier mit Knoblauch und ohne Gurken, bekomme dafür eine Extraportion Tomaten, mit Salz obendrauf, es geht also gut los. Das Gemüse ist ansonsten eher durchschnittlich, das Rotkraut nicht spektakulär, aber solide, die Tomaten verströmen ein wenig zusätzliche Frische. Die Sauce ist zwar auf Mayo-Basis, aber es ist nicht zu viel davon auf dem Döner, so dass es nicht überhand nimmt. Das Fleisch ist zum Glück nicht trocken, sondern einfach sehr ausgebraten, aber echt lecker. Das Fladenbrot ist nur ein kleines bisschen übertoastet, was sich gerade gegen Ende ein wenig negativ bemerkbar macht.

Fazit

Amrumer Grill macht einen soliden Döner, der gerade in den früheren Dönerstunden am Tag, mit knusprigem Fleisch, durchaus eine valide Option darstellt. Leider ist der Döner ziemlich klein – für 2,80€ aber fair. Nur hätte ich direkt danach eigenltich noch einen Döner essen können. Ob das passiert ist – Achtung, Cliffhanger – seht ihr im nächsten Blogeintrag 😀

Gesamturteil für den Amrumer Grill: 7 / 10.

Übrigens landen die Fotos vom Blog auch auf meinem Instagram-Account. Wer also die ganze Sammlung wunderschöner Döner-Fotos betrachten will, ist eingeladen sich dort umzusehen:

https://www.instagram.com/42doener/

Döner in Mitte – gibt es da was Gutes? Rosenthaler Grill!

Wie sich aus dem Titel erkennen lässt, war ich dieses Mal in Mitte unterwegs und hab mich auf die Suche nach einem guten Dönerladen gemacht. Zum Glück war auf der Bucketlist noch der Rosenthaler Grill direkt am Rosenthaler Platz. Also gehts auf dahin.

Der Rosenthaler Grill & Buffet (oder wie auch immer das vollständig heißt) ist direkt an der Brunnenstr. an der Ecke Torstr. und sowohl groß als auch relativ bekannt. Wenn man reinkommt, soll man Döner-Sandwiches und alles was im Brot kommt am rechten Tresen bestellen, weiter links / hinten ist die Bestell-Abteilung für Tellergerichte. Ich bestelle einen Döner mit Kalb (zur Auswahl steht auch Hähnchen) und Knoblauchsauce. Die Gurken muss ich nicht abbestellen, es gibt ohnehin keine.

Das Fleisch ist schon fertig abgeschnitten und kommt in kleinen Stücken auf das Brot, das schon fertig getoastet ist. Alles in allem dauert es keine 60 Sekunden von der Bestellung bis zum Übergabe des fertigen Döners. Das ist mal schneller Service! Ich bezahle 3,40 € und erhalte ein vollgepacktes Döner-Sandwich. Ein guter Deal soweit.

Bei der Überprüfung des Fleisches fällt auf, dass es komplett aus festen Fleischstücken gemacht ist. Na gut, das sieht man auch schon am Spieß. Die Stücke sind leider ziemlich klein, der Geschmack aber ziemlich gut – eher auf der delikaten Seite, aber frisch und ordentlich gewürzt. Es hätte ein bisschen knuspriger sein können, aber das ist bei dem Durchsatz, den der Rosenthaler Grill abends hat, wohl eher schwierig.

Das Brot ist leider ziemlich trocken. Offenbar hat es nach dem Toasten noch einige Minuten herum gelegen. Ich kann verstehen, dass das so praktischer ist und man schneller mehr Kunden bedienen kann, aber geschmacklich ist das auf jeden Fall ein Nachteil.

Beim Gemüse ist das Rotkraut eher im Mittelfeld, es wirkt etwas fad, ist aber knackig. Die Tomate kommt als komplette, etwas zu dicke Scheibe, die Zwiebeln sind nicht zu scharf und der Salat knackig. Insgesamt ist es von dem Gemüse etwas zu viel, insbesondere im Verhältnis zum so feinen Fleisch. Bei einer größeren Fleischmenge wäre das ok. So aber schmeckt der Döner in der Mitte fast nur nach Gemüse, was bei dem leckeren Fleischgeschmack doch etwas schade ist.

Mein Highlight beim Rosenthaler Grill ist allerdings die Sauce. Hat geschmacklich etwas von Zaziki – viel Jogurt, viel Knoblauch, schön würzig, aber dabei leicht. Gerne mehr davon!

Fazit

Alles in allem ein guter Döner und der beste, den ich aktuell in Mitte kenne. Auf Grund der handwerklichen Fehler beim Brot und bei der Verteilung muss ich leider deutliche Punkte abziehen, ansonsten ist da viel Potenzial, das bei weniger Betrieb oder auch sonst vermutlich sehr leicht gehoben werden kann. Ich probiere den irgendwann mal wieder! 7,5 / 10.

MyFest und Mai-Döner bei k.bap

Heute war ich auf dem MyFest unterwegs und habe auf dem Heimweg mal wieder einen neuen Dönerladen ausgecheckt – k.bap am S+U Jannowitzbrücke. Wie der Döner war, erfahrt ihr weiter unten, zunächst mal zum MyFest.

Ich war dort zum ersten Mal und war dann etwas überrascht, wie großflächig das ist und wieviele Leute hinkommen. Wir sind am Moritzplatz ausgestiegen und sind dann über Oranienstraße, Görli und Skalitzer Straße bis zum Schlesischen Tor gelaufen. Überall war ordentlich was los und es gab eine wirklich überwältigende Auswahl an Essen, Trinken, Musik und anderen „Aktivitäten“ 🙂

Wer das MyFest nicht kennt, sollte es nächstes Jahr auf jeden Fall mal auschecken – alle Infos und die Geschichte dazu gibts hier.

Heimdöner

Auf der Heimfahrt beim Umsteigen dann den aufkommenden Hunger mit einem Döner bei k.bap gestillt. Der befindet sich genau in der S+U-Station an der Jannowitzbrücke und ist mir schon häufiger ins Auge gesprungen.

Die Leute, die dort arbeiten, sind sehr nett und begrüßen einen sofort und freundlich. Der Dönerspieß sieht etwas angetrocknet aus – offenbar war nicht allzuviel los. Außerdem hat er eine sehr lustige Form. In Hessen würde man sagen „der sieht aus wie’n Bembel“ 🙂

Ich bestelle wie immer, mit allem außer Tomaten, heute aber ohne Knoblauch, weil die Kräutersauce irgendwie besser aussieht.

Der Döner kommt prompt, weil wir gerade die einzigen Gäste sind. Er kommt auf einem Pappteller, was etwas gefährlich ist, weil der Döner richtig groß und gut gefüllt und somit schwer ist. Das meiste ist Gemüse, was ich an sich nicht schlecht finde. In diesem Fall geht das Fleisch aber dann ein bisschen unter. Das ist aber nicht weiter schlimm, weil es auch nicht so super ist; eher trocken und nicht so superlecker gewürzt. Das Gemüse und die Sauce sind leider etwas zu geschmacksneutral. Das Brot hingegen ist richtig schön getoastet und bildet den Rahmen für eigentlich deutlich mehr Potential, auch wenn es einfache Fladenbrotviertel sind. Oben drauf kommt dann noch eine ordentliche Prise Salz. Bei mir passt das noch gerade so, aber es kann durchaus mal sein, dass das Salz etwas Überhand nimmt.

Alles in allem gibt es bei k.bap einen eher durchschnittlichen Döner. Aber wer gerade da ist und viel Hunger hat, kann sich den schonmal können. 6 / 10.

Interessantes Detail auf dem Foto ist der Mango-Ayran im Hintergrund. Hab ich noch nicht probiert, schmeckt ein bisschen wie Mango-Lassi, nur etwas „molkiger“. Probiert das mal!

Lang, lang ists her und Auswärtsdöner in der alten Heimat

Joa, jetzt hab ich festgestellt, dass der letzte Eintrag schon zwei Wochen her ist. Es war aber ja Ostern, und Ostern ist bei manchen dönerfreie Zeit. Bei mir nicht, aber da ich über die Feiertage nicht in Berlin war, musste ich auswärtsdönern. Dazu dann auch gleich mehr. Ansonsten gab es auch ein paar weniger erfreuliche private Nachrichten für mich, aber das erspare ich euch besser.

Über die Feiertage habe ich also meine Eltern in der Nähe von Wetzlar besucht (das liegt in Mittelhessen, ja, MITTELhessen – manche werden den Insider verstehen). Abgesehen von einer Menge anderen sehr guten Essens waren wir dann auch gemeinschaftlich beim lokalen Aushängeschild Tadim, direkt am Wetzlarer Bahnhof.

Lustige Anekdote zum Wetzlarer Bahnhof:

Früher zumindest war es so, dass die Durchsagen im Zug bei der Einfahrt nach Wetzlar nicht wie überall sonst „Nächster Halt: Wetzlar“ lautete, sondern immer „Wetzlar, hier Wetzlar“ durchgesagt wurde. Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist, aber achtet mal drauf, solltet ihr mal mit dem Zug nach Wetzlar fahren, und gebt hier Bescheid.

Tadim

Also Tadim Döner. Ich muss zugeben, dass ich nicht mehr so furchtbar nüchtern war, als wir da aufgelaufen sind. Trotzdem hab ich mir Notizen gemacht und erinnere mich an einen leckeren Döner:

Das Fleisch war gut ausgebraten, auch ansonsten lecker. Zwar sah das Fleisch im fertigen Döner anders aus als auf dem Spieß, aber vermutlich lag das am schlechten Licht. Das Kraut war der Hammer, es gab sowohl Rot- als auch Weißkraut, und das war megalecker mariniert und schön geschmeidig, aber trotzdem knackig. Dazu noch Salat und Zwiebeln. Leider bekam ich keine Tomaten, weil ich die Gurken abbestellt habe, das hätte nochmal nen Kick gegeben. Das heimliche Highlight war das Brot – selbstgebacken und schön fluffig, aber trotzdem knusprig. Nur die Verteilung war etwas suboptimal, am Ende war es dann doch sehr viel Brot.

Die Sauce war an sich lecker, aber wieder etwas viel Mayo.  Auf meinen Hinweis bekam ich dann nur den Kommentar „Du bist der Erste, der das sagt!“ – vielleicht bin ich da wirklich zu empfindlich.

Alles in allem ein sehr leckerer Döner, der durchaus gut nach Berlin passen würde. Er bekommt solide 8 / 10.

Und sonst so?

Wie ihr vielleicht festgestellt habt, ist die Domain 42doener.com jetzt auch umgestellt und ihr erreicht 42 Döner über beide Domains.

Ansonsten plane ich das erste 42 Döner-Event in Berlin und würde mich über rege Teilnahme natürlich sehr freuen.  Dazu gibt es dann aber auch noch eine separate Ankündigung.

Außerdem hoffe ich, dass wir uns alle beim Berliner Kebab Festival am 3. Juni sehen. Ich hab meine Tickets auf jeden Fall schon!

 

7Days – für 7 Tage pro Woche Döner?

Am Wochenende habe ich wie angekündigt einen Laden von der Bucketlist abgehakt. Auf Anregung einer Leserin (danke, Michelle!) gab es also einen Abstecher ins schöne Schöneberg zu 7Days am Kaiser-Wilhelm-Platz.

Der Laden ist richtig klein und beim Reingehen fällt natürlich sofort der Spieß ins Auge, auf dem sich Hähnchenfleisch um seine eigene Achse dreht. Natürlich schürt das erstmal meine Skepsis, weil Hähnchen selten wirklich gut ist. Außerdem gibt es sechs verschiedene Soßen zur Auswahl (neben Knoblauch und Kräuter auch noch Avocado, Chili, Hummus und Sesam). Außerdem hat man bei 7Days die Wahl zwischen normalem und Vollkornbrot und der Standard-Döner ist ein Gemüse-Döner, also bekommt man noch frittiertes Gemüse mit rein wie etwa bei Mustafa.

Der Salat ist auch außergewöhnlich, weil mit allerlei Kräutern vermischt. Dafür gibt es allerdings kein Rotkraut.

Ich bestelle also Vollkorn-Chicken-Gemüse-Kebab. Ich wollte schon lange mal Vollkorn-Brot beim Döner probieren, weil das im Endeffekt den größten gesundheitlichen Nachteil von Döner (Weißmehl) verbessert. Als Sauce wähle ich Sesam, weil sie die einzige Sauce auf Jogurt-Basis ist und ich keine Lust habe schon wieder Unmengen an Mayo zu essen. Ansonsten natürlich wie immer ohne Gurken. Preis: Stolze 4,20 €. (Ohne Vollkorn ist er etwas günstiger)

Der Döner wird dann mit viel Liebe zubereitet – man bekommt neben einem Spritzer Zitrone noch etwas Weißkäse und rotes Gewürz drübergestreut. Außerdem ist alles gut verteilt und sieht so aus:

Das frittierte Gemüse besteht im Wesentlichen aus Potato Wedges und Paprika.

Fazit

Der Döner bei 7Days ist richtig lecker. Er schmeckt zwar nicht wie der klassische Döner, ist aber frisch und nicht so schwer. Das Brot ist leider von der Konsistenz her so, dass es sofort auseinanderbricht und ich eine ziemliche Sauerei in den Händen habe, auch wenn insgesamt das Vollkornbrot echt lecker ist.

Die Sesam-Sauce ist genau die richtige Wahl, wenn man keine Lust auf Mayo hat. Die Kräuter-Sauce probiere ich auch, aber ich glaube mit der Kräuter-Sauce wäre der Döner direkt einen ganzen Punkt schlechter. 8,5 / 10 – damit reiht sich 7Days direkt hinter Ugur Imbiss auf Platz im Ranking ein. Eine bessere Bewertung verhindern lediglich das Hähnchenfleisch (auch wenn das echt lecker ist), die Sauerei beim Brot und die Wedges. Hier wären selbstgeschnittene Kartoffeln einfach besser.