Wie ist eigentlich der Döner bei Hasir in Schöneberg?

So. 4 Wochen ist der letzte Eintrag her, die Döner stapeln sich schon bei mir. Natürlich nicht die Döner selbst, sondern die geplanten Beiträge hier auf dem Blog. Döner hab ich nämlich genug gegessen, muss aber wahrscheinlich bei dem ein oder anderen bald nochmal vorbei, weil ich die Dinger nicht mehr zuordnen kann. Egal. Heute war ich jedenfalls nach einem Besuch auf dem Fahrradmarkt am Winterfeldtplatz bei Hasir auf der Maaßenstraße in Schöneberg. Vermutlich war ich der Erste, der den Döner da heute gegessen hat, aber für ein spätes Döner-Frühstück ist es nie zu früh 😉

Es gibt so einige Hasir-Restaurants in Berlin, ich weiß nicht, ob die alle zusammenhängen und / oder eine vergleichbare Qualität bieten, also bitte diese Bewertung nicht pauschal auf alle Hasirs anwenden.

Döner bei Hasir

Um es vorweg zu nehmen – Hasir ist kein klassischer Dönerladen, sondern eher ein türkisches Restaurant, ganz schön eingerichtet und mit viel Platz. Ein großer Döerspieß hängt da auch und der sah ganz schö gut aus, also fiel die Wahl auf Hasir.

Ich bestelle den Döner im Brot mit Knoblauch. Gurken kommen hier sowieso nicht drauf, aber offensichtlich ist der Standard eher ein Grillgericht oder Döner-Teller, weil ich gleich zweimal mit enttäuschtem Gesichtausdruck gefragt werde, ob ich wirklich einen im Brot haben will. Na klar im Brot!

Der Döner kommt auch prompt und sieht so aus:

Das Brot ist also selbst gemacht (und recht klein), mit viel Sesam und etwas Gries und von außen etwas knusprig, aber schön frisch und innen noch fluffig. Im Endeffekt nahe an der Perfektion für ein selstgemachtes Döner-Brot. Die Sauce ist nur leicht knoblauchig, recht leicht (Jogurt-Basis), aber es ist vielleicht etaws zu wenig davon drauf.

Beim Gemüse sind die großen und reichlichen Tomatenscheiben positiv zu bewerten, hier würde ich mir aber eine kleine Prise Salz über die Tomaten wünschen, um das alles noch ein wenig würziger zu machen. Das Rotkraut ist zwar mariniert, aber nicht besonders stark oder besonders. Es ist zwar weich, trägt aber nicht viel zum Geschmack bei. Etwas besonderes sind die Petersilienblätter, die dem Döner gleichzeitig Frische und Würze verleihen. Das sollte es öfter geben!

Ebenso etwas besonderes ist das Fleisch bei Hasir. Das besteht fast ausschließlich aus festen Fleischteilen und schmeckt ein wenig so, als wäre ein kleiner Lamm-Anteil drin. Es ist auf jeden Fall kräftiger im Geschmack als üblich und hat eine hohe Qualität. Wenn der Döner etwas abkühlt, wird es leider etwas trocken, offenbar weil dem Fleisch etwas Fett fehlt (ich weiß, das klingt komisch, aber Fett ist einfach lecker).

Fazit

Der Döner bei Hasir in Schöneberg ist wirklich lecker. Die Verteilung, insbesondere in Verbindung mit der leichten Sauce und dem intensiven Fleisch, ist leider nicht optimal und am Ende bleibt fast nur Fleisch und Brot übrig. Trotzdem ist festzustellen, dass der Döner mit Liebe gemacht ist und wirklich hochwertig ist. Bei kleinen Verbesserungen in der Architektur und beim Rotkraut hätte er auch das Potenzial den Döner-Thron Berlins anzugreifen. So bleibt unter dem Strich ein richtig guter Döner, der für 4,50€ allerdings teuer und ziemlich klein ist.

8,5 / 10.

 

7Days – für 7 Tage pro Woche Döner?

Am Wochenende habe ich wie angekündigt einen Laden von der Bucketlist abgehakt. Auf Anregung einer Leserin (danke, Michelle!) gab es also einen Abstecher ins schöne Schöneberg zu 7Days am Kaiser-Wilhelm-Platz.

Der Laden ist richtig klein und beim Reingehen fällt natürlich sofort der Spieß ins Auge, auf dem sich Hähnchenfleisch um seine eigene Achse dreht. Natürlich schürt das erstmal meine Skepsis, weil Hähnchen selten wirklich gut ist. Außerdem gibt es sechs verschiedene Soßen zur Auswahl (neben Knoblauch und Kräuter auch noch Avocado, Chili, Hummus und Sesam). Außerdem hat man bei 7Days die Wahl zwischen normalem und Vollkornbrot und der Standard-Döner ist ein Gemüse-Döner, also bekommt man noch frittiertes Gemüse mit rein wie etwa bei Mustafa.

Der Salat ist auch außergewöhnlich, weil mit allerlei Kräutern vermischt. Dafür gibt es allerdings kein Rotkraut.

Ich bestelle also Vollkorn-Chicken-Gemüse-Kebab. Ich wollte schon lange mal Vollkorn-Brot beim Döner probieren, weil das im Endeffekt den größten gesundheitlichen Nachteil von Döner (Weißmehl) verbessert. Als Sauce wähle ich Sesam, weil sie die einzige Sauce auf Jogurt-Basis ist und ich keine Lust habe schon wieder Unmengen an Mayo zu essen. Ansonsten natürlich wie immer ohne Gurken. Preis: Stolze 4,20 €. (Ohne Vollkorn ist er etwas günstiger)

Der Döner wird dann mit viel Liebe zubereitet – man bekommt neben einem Spritzer Zitrone noch etwas Weißkäse und rotes Gewürz drübergestreut. Außerdem ist alles gut verteilt und sieht so aus:

Das frittierte Gemüse besteht im Wesentlichen aus Potato Wedges und Paprika.

Fazit

Der Döner bei 7Days ist richtig lecker. Er schmeckt zwar nicht wie der klassische Döner, ist aber frisch und nicht so schwer. Das Brot ist leider von der Konsistenz her so, dass es sofort auseinanderbricht und ich eine ziemliche Sauerei in den Händen habe, auch wenn insgesamt das Vollkornbrot echt lecker ist.

Die Sesam-Sauce ist genau die richtige Wahl, wenn man keine Lust auf Mayo hat. Die Kräuter-Sauce probiere ich auch, aber ich glaube mit der Kräuter-Sauce wäre der Döner direkt einen ganzen Punkt schlechter. 8,5 / 10 – damit reiht sich 7Days direkt hinter Ugur Imbiss auf Platz im Ranking ein. Eine bessere Bewertung verhindern lediglich das Hähnchenfleisch (auch wenn das echt lecker ist), die Sauerei beim Brot und die Wedges. Hier wären selbstgeschnittene Kartoffeln einfach besser.