Döner in Mitte – gibt es da was Gutes? Rosenthaler Grill!

Wie sich aus dem Titel erkennen lässt, war ich dieses Mal in Mitte unterwegs und hab mich auf die Suche nach einem guten Dönerladen gemacht. Zum Glück war auf der Bucketlist noch der Rosenthaler Grill direkt am Rosenthaler Platz. Also gehts auf dahin.

Der Rosenthaler Grill & Buffet (oder wie auch immer das vollständig heißt) ist direkt an der Brunnenstr. an der Ecke Torstr. und sowohl groß als auch relativ bekannt. Wenn man reinkommt, soll man Döner-Sandwiches und alles was im Brot kommt am rechten Tresen bestellen, weiter links / hinten ist die Bestell-Abteilung für Tellergerichte. Ich bestelle einen Döner mit Kalb (zur Auswahl steht auch Hähnchen) und Knoblauchsauce. Die Gurken muss ich nicht abbestellen, es gibt ohnehin keine.

Das Fleisch ist schon fertig abgeschnitten und kommt in kleinen Stücken auf das Brot, das schon fertig getoastet ist. Alles in allem dauert es keine 60 Sekunden von der Bestellung bis zum Übergabe des fertigen Döners. Das ist mal schneller Service! Ich bezahle 3,40 € und erhalte ein vollgepacktes Döner-Sandwich. Ein guter Deal soweit.

Bei der Überprüfung des Fleisches fällt auf, dass es komplett aus festen Fleischstücken gemacht ist. Na gut, das sieht man auch schon am Spieß. Die Stücke sind leider ziemlich klein, der Geschmack aber ziemlich gut – eher auf der delikaten Seite, aber frisch und ordentlich gewürzt. Es hätte ein bisschen knuspriger sein können, aber das ist bei dem Durchsatz, den der Rosenthaler Grill abends hat, wohl eher schwierig.

Das Brot ist leider ziemlich trocken. Offenbar hat es nach dem Toasten noch einige Minuten herum gelegen. Ich kann verstehen, dass das so praktischer ist und man schneller mehr Kunden bedienen kann, aber geschmacklich ist das auf jeden Fall ein Nachteil.

Beim Gemüse ist das Rotkraut eher im Mittelfeld, es wirkt etwas fad, ist aber knackig. Die Tomate kommt als komplette, etwas zu dicke Scheibe, die Zwiebeln sind nicht zu scharf und der Salat knackig. Insgesamt ist es von dem Gemüse etwas zu viel, insbesondere im Verhältnis zum so feinen Fleisch. Bei einer größeren Fleischmenge wäre das ok. So aber schmeckt der Döner in der Mitte fast nur nach Gemüse, was bei dem leckeren Fleischgeschmack doch etwas schade ist.

Mein Highlight beim Rosenthaler Grill ist allerdings die Sauce. Hat geschmacklich etwas von Zaziki – viel Jogurt, viel Knoblauch, schön würzig, aber dabei leicht. Gerne mehr davon!

Fazit

Alles in allem ein guter Döner und der beste, den ich aktuell in Mitte kenne. Auf Grund der handwerklichen Fehler beim Brot und bei der Verteilung muss ich leider deutliche Punkte abziehen, ansonsten ist da viel Potenzial, das bei weniger Betrieb oder auch sonst vermutlich sehr leicht gehoben werden kann. Ich probiere den irgendwann mal wieder! 7,5 / 10.

MyFest und Mai-Döner bei k.bap

Heute war ich auf dem MyFest unterwegs und habe auf dem Heimweg mal wieder einen neuen Dönerladen ausgecheckt – k.bap am S+U Jannowitzbrücke. Wie der Döner war, erfahrt ihr weiter unten, zunächst mal zum MyFest.

Ich war dort zum ersten Mal und war dann etwas überrascht, wie großflächig das ist und wieviele Leute hinkommen. Wir sind am Moritzplatz ausgestiegen und sind dann über Oranienstraße, Görli und Skalitzer Straße bis zum Schlesischen Tor gelaufen. Überall war ordentlich was los und es gab eine wirklich überwältigende Auswahl an Essen, Trinken, Musik und anderen „Aktivitäten“ 🙂

Wer das MyFest nicht kennt, sollte es nächstes Jahr auf jeden Fall mal auschecken – alle Infos und die Geschichte dazu gibts hier.

Heimdöner

Auf der Heimfahrt beim Umsteigen dann den aufkommenden Hunger mit einem Döner bei k.bap gestillt. Der befindet sich genau in der S+U-Station an der Jannowitzbrücke und ist mir schon häufiger ins Auge gesprungen.

Die Leute, die dort arbeiten, sind sehr nett und begrüßen einen sofort und freundlich. Der Dönerspieß sieht etwas angetrocknet aus – offenbar war nicht allzuviel los. Außerdem hat er eine sehr lustige Form. In Hessen würde man sagen „der sieht aus wie’n Bembel“ 🙂

Ich bestelle wie immer, mit allem außer Tomaten, heute aber ohne Knoblauch, weil die Kräutersauce irgendwie besser aussieht.

Der Döner kommt prompt, weil wir gerade die einzigen Gäste sind. Er kommt auf einem Pappteller, was etwas gefährlich ist, weil der Döner richtig groß und gut gefüllt und somit schwer ist. Das meiste ist Gemüse, was ich an sich nicht schlecht finde. In diesem Fall geht das Fleisch aber dann ein bisschen unter. Das ist aber nicht weiter schlimm, weil es auch nicht so super ist; eher trocken und nicht so superlecker gewürzt. Das Gemüse und die Sauce sind leider etwas zu geschmacksneutral. Das Brot hingegen ist richtig schön getoastet und bildet den Rahmen für eigentlich deutlich mehr Potential, auch wenn es einfache Fladenbrotviertel sind. Oben drauf kommt dann noch eine ordentliche Prise Salz. Bei mir passt das noch gerade so, aber es kann durchaus mal sein, dass das Salz etwas Überhand nimmt.

Alles in allem gibt es bei k.bap einen eher durchschnittlichen Döner. Aber wer gerade da ist und viel Hunger hat, kann sich den schonmal können. 6 / 10.

Interessantes Detail auf dem Foto ist der Mango-Ayran im Hintergrund. Hab ich noch nicht probiert, schmeckt ein bisschen wie Mango-Lassi, nur etwas „molkiger“. Probiert das mal!

Avci Döner am Zoo

Endlich also auch mal wieder ein Dönerladen-Bericht. Ist schon ein paar Tage her, ich glaube das war am 9. März. Avci Döner befindet sich in der U-Bahn-Passage unter dem Hardenbergplatz, quasi direkt unter Curry 36. Der Mann selbst ist irgendwie ein bisschen schroff, bei uns geht’s noch (wir haben keine exotische Bestellung), aber bei den Leuten nach uns ist er dann schon einfach unfreundlich. Naja, zu dem Zeitpunkt ist mein Döner schon in der Mache. Egal, denke ich mir, manchmal sind die unfreundlichsten Döner die besten. Zur Auswahl stehen Kalb und Huhn, ich nehme natürlich Kalb – das Fleisch sieht auch einigermaßen gut angegrillt, aber nicht zu trocken aus. Dann kommt der Döner. Die Enttäuschung schon beim Anblick – es ist kein Kraut drauf, dafür strotzt das Sandwich nur so vor Zwiebeln. Das lässt sich auch auf dem – leider etwas unscharfen – Bild erkennen:

 

(Kurzer Einwurf: Ich gelobe Besserung hinsichtlich der Bildqualität!)

Das Brot ist ziemlich stark getoastet und außen etwas brüchig, die Sauce wie so oft leider sehr Mayo-lastig, und alles ist irgendwie lieblos ins Brot geworfen und ungleichmäßig verteilt. Hinterher fühle ich mich dann auch nicht wirklich gut und ärgere mich, dass ich unbedingt diesen Döner probieren wollte. Und das auch noch für 4€.

Fazit: Avci  ist wirklich kein guter Döner, bisher der schlechteste seit dem Start von 42 Döner. Ich vergebe trotzdem noch wohlwollende 3,5 / 10, weil das Fleisch immerhin in Ordnung war.

Insgesamt scheint es so zu sein, dass sich die Ausflüge raus aus dem Wedding bzw. Gesundbrunnen nicht so sehr lohnen, zumindest nicht was die Kebab-Qualität angeht. Ich hoffe, dass sich das noch bessert. Auf der Bucketlist stehen ja immerhin noch zwei Dönerläden weiter weg. Trotzdem: ich bitte Euch weiterhin um Empfehlungen!

P.S: Das nächste Mal berichte ich dann vom bisher besten Döner. Nach dem Tief kommt das Hoch. Und das nicht nur deswegen, weil der Kontrast so groß ist!