Misir Carsisi ein bisschen später am Abend

Letztens war ich eines Freitag Abends noch in Kreuzberg unterwegs. Es war nicht so wahnsinnig spät, aber ich hatte schon ein paar Bier getrunken – und das ohne Abendessen! Umso mehr hatte ich Lust auf einen ordentlichen Döner und hab natürlich direkt an Tadim gedacht, aber ich bin dann vorher bei Misir Carsisi vorbeigekommen. Den kannte ich noch gar nicht, auch wenn ich wahrscheinlich schon hunderte Male daran vorbeigelaufen bin. Ist ja auch direkt am Kotti auf der Skalitzer Straße.

Ich bestelle wie immer, ohne Gurken und mit Knoblauchsauce und der Döner kommt dann auch relativ schnell. Da ich der einzige bin, wundert mich das auch nicht besonders. Der Dönermann ist auch sehr nett, muss er vielleicht auch, weil der Dönerspieß schon ein bisschen runtergewirtschaftet aussieht. Ist aber ja vielleicht auch ein gutes Zeichen.

Das Brot ist leider etwas sehr „brotig“, wie soll ich sagen, es ist einfach zuviel im Mund, ohne dabei sehr fluffig zu sein. Mehr wie so Carazza-Brot. Zum Gemüse gibt es eigentlich nur zu sagen, dass mal wieder das Kraut und somit der Hauptgeschmacksträger im Gemüse-Bereich fehlt. Die Tomaten bekommen dafür eine Extra-Portion Salz ab. Ein kleiner Ausgleich. Die Sauce ist leider wie so häufig eine Standard-Mischund aus ganz viel Mayo und ein paar Gewürzen. Und dann schmeckt das Fleisch auch noch nach Konservenfleisch. Wie man das hinbekommt, weiß ich nicht. Ich mag ja Konservenfleisch ganz gerne, aber im Döner will ich das tendziell eher nicht haben.

Somit bin ich dann alles in allem ziemlich unzufrieden mit dem Döner. Und das, obwohl ich echt großen Hunger und ein paar Bier intus hab. Schade. Vielleicht gebe ich ihm nochmal eine Chance. 4,5 /10.

Imren 2 – ist das ein echter Imren?

Ich habe ja schon häufiger Imren Döner empfohlen bekommen und auch zwei davon schon in der Bucketlist eingetragen, nämlich den am Kleistpark und den in der Nähe S-Bahn Neukölln. Die Fotos von diesem Imrens sehen anders aus als meiner hier – vielleicht ist das auch der Grund, warum der an der Badstr. / Ecke Buttmannstr. Imren 2 heißt. Vielleicht ist das einfach die nächste Generation Imren? Wer kann das schon so genau wissen…

Ich war also bei Imren 2. Was beim Reinkommen sofort auffällt ist der besonders dunkle Spieß, der offenbar aus Rind- und nicht Kalbfleisch besteht (was mir auf Nachfrage auch bestätigt wurde). Ansonsten ist der Laden recht gemütlich, es gibt frischen Ayran und man kann sich selbst Tee nehmen.

Ich bestelle wie immer. Der Döner kommt und sieht erstmal wie ein Döner aus:

Außer natürlich, dass das Fleisch sehr dunkel ist. Und es ist auch ziemlich klein Geschnitten, keine großen Fleischlappen, wie das oft der Fall ist (ob das gut oder schlecht ist kann jeder selbst beurteilen, ich mag die Fleischlappen 🙂 ).

Die Sauce ist auf Jogurt-Basis. Das ist zumindest eine gelungene Abwechslung zu den vielen Mayo-Saucen, die ich in letzter Zeit hatte. Ansosnten ist an dem Gemüse nicht viel auszusetzen, das Rotkraut ist lecker mariniert, die Zwiebeln vielleicht etwas scharf.

Das Brot ist etwas zu knusprig und bricht ziemlich schnell, als ich anfange den Döner zu essen. Die große Überraschung aber ist das Fleisch. Das Fleisch schmeckt wirklich komplett anders als typisches Dönerfleisch. Es ist natürlich klar, dass es etwas strenger und zäher ist als das „normale“ Kalbfleisch, aber das ist nicht das einzige. Auch die Würzung unterscheidet sich deutlich: das Fleisch schmeckt etwas säuerlich und „orientalischer“ – ich weiß nicht genau, ob da Kreuzkümmel oder etwas anderes drin ist, aber es erzeugt einen deutlich anderen Gesamtgeschmack. Wer schonmal Tantuni gegessen hat, kennt diesen Geschmack vielleicht. Das Fleisch erinnert mich sehr an Tantuni (hier auch ein Link zu einem sehr leckeren Tantuni-Laden in Neukölln).

Leider, muss ich sagen, ist das aber nicht so mein Ding. Der Fleischgeschmack dominiert alles andere sehr deutlich und nach der Hälfte habe ich zuviel davon.

Ich weiß wirklich nicht, wie repräsentativ dieser Imren 2 für die Imrens Berlins ist. Ich werde das auf jeden Fall testen. Diesem hier gebe ich aber erstmal nur 6,5 / 10. Eine sehr interessante Abwechslung ist es aber allemal!

 

Ugur Imbiss – der beste Döner Berlins

Da ist er, der bisher beste Döner auf 42 Döner! Spontan nach der Arbeit beim Ugur Imbiss in der Prinzenallee reingeschneit, der Dönerspieß war schon ziemlich dünn. Ich muss zugeben, ich finde Ugur schon seit längerer Zeit richtig gut, aber an diesem Abend hat er sich einfach selbst übertroffen.

Ugur (ich gehe mal davon aus, dass der freundliche Mensch hinter dem Tresen auch der Inhaber ist; und, dass er auch wirklich Ugur heißt) stellt extra den Grill nochmal richtig heiß und brät das Fleisch von allen Seiten knusprig braun, dass das Fett nur so runterläuft. Sieht schon mächtig lecker aus. Beim Toasten des Brotes überprüft er zwischendurch, ob es schon genug getoastet ist. Ein Mann mit Liebe zum Detail, das spürt man.

Ich bestelle wie immer den Döner ohne Gurken und mit Knoblauchsauce. Dann kommt er. Ich beiße rein. Oh Mann, ist der gut. Ein gewisser Teil des Geschmacks kommt wohl auch daher, dass ich sehr großen Hunger hab, klar. Aber abgesehen davon:

Endlich eine Sauce, die nicht voll mit Mayo ist, sondern auf Jogurt-Basis, mit jungem Knoblauch.

Das Fleisch herrlich gut gewürzt und perfekt ausgebraten, mit ordentlichen Anteilen an Fleischlappen.

Das Brot auf den Punkt getoastet; es bricht nicht, es trieft nichts.

Ein gute Balance von Fleisch, Sauce und Gemüse.

Auf jeden Fall 9/10. Ich ziehe nur einen halben Punkt ab, weil das Kraut ein wenig besser mariniert sein könnte. Und einen halben Punkt, damit ich noch Luft nach oben hab. Aber ansonsten:

Das ist auf jeden Fall einer der besten, wenn nicht DER beste Döner Berlins!

Ugur Döner. Man sieht die gute Verteilung, das gut gebratene Fleisch und das nicht zu dünn getoastete Brot

Avci Döner am Zoo

Endlich also auch mal wieder ein Dönerladen-Bericht. Ist schon ein paar Tage her, ich glaube das war am 9. März. Avci Döner befindet sich in der U-Bahn-Passage unter dem Hardenbergplatz, quasi direkt unter Curry 36. Der Mann selbst ist irgendwie ein bisschen schroff, bei uns geht’s noch (wir haben keine exotische Bestellung), aber bei den Leuten nach uns ist er dann schon einfach unfreundlich. Naja, zu dem Zeitpunkt ist mein Döner schon in der Mache. Egal, denke ich mir, manchmal sind die unfreundlichsten Döner die besten. Zur Auswahl stehen Kalb und Huhn, ich nehme natürlich Kalb – das Fleisch sieht auch einigermaßen gut angegrillt, aber nicht zu trocken aus. Dann kommt der Döner. Die Enttäuschung schon beim Anblick – es ist kein Kraut drauf, dafür strotzt das Sandwich nur so vor Zwiebeln. Das lässt sich auch auf dem – leider etwas unscharfen – Bild erkennen:

 

(Kurzer Einwurf: Ich gelobe Besserung hinsichtlich der Bildqualität!)

Das Brot ist ziemlich stark getoastet und außen etwas brüchig, die Sauce wie so oft leider sehr Mayo-lastig, und alles ist irgendwie lieblos ins Brot geworfen und ungleichmäßig verteilt. Hinterher fühle ich mich dann auch nicht wirklich gut und ärgere mich, dass ich unbedingt diesen Döner probieren wollte. Und das auch noch für 4€.

Fazit: Avci  ist wirklich kein guter Döner, bisher der schlechteste seit dem Start von 42 Döner. Ich vergebe trotzdem noch wohlwollende 3,5 / 10, weil das Fleisch immerhin in Ordnung war.

Insgesamt scheint es so zu sein, dass sich die Ausflüge raus aus dem Wedding bzw. Gesundbrunnen nicht so sehr lohnen, zumindest nicht was die Kebab-Qualität angeht. Ich hoffe, dass sich das noch bessert. Auf der Bucketlist stehen ja immerhin noch zwei Dönerläden weiter weg. Trotzdem: ich bitte Euch weiterhin um Empfehlungen!

P.S: Das nächste Mal berichte ich dann vom bisher besten Döner. Nach dem Tief kommt das Hoch. Und das nicht nur deswegen, weil der Kontrast so groß ist!

42 Döner ist umgezogen und ein Bericht aus Budapest

Der letzte Beitrag ist jetzt eine Weile her. Der Grund ist einfach, dass ich die Website jetzt von Jimdo auf WordPress umgezogen habe. Dsa war natürlich einiges an Arbeit, so dass ich nicht mit dem Schreiben neuer Blogartikel hinterher gekommen bin. Das wird sich jetzt aber ändern, versprochen!

Döner hab ich natürlich in der Zwischenzeit trotzdem gegessen und da waren sowohl gute als auch schlechte dabei. Die entsprechenden Artikel gibts dann in ziemlich schneller Folge in den nächsten Tagen.

Außerdem war ich mit der Firma diese Woche in Budapest. Döner gibts da tatsächlich zuhauf, aber ich hab dort trotzdem keinen gegessen. Irgendwie sahen die wenigsten wie „richtige“ Döner aus; anderes Brot, komisches Fleisch. Einen Gyros-Teller hatte ich dann aber doch. Naja…

Jimdo war am Ende dann doch zu umständlich, der Service sehr mäßig, die Möglichkeiten für SEO zu gering und dafür ist Jimdo dann aber doch ziemlich teuer.

 

 

Hakiki Döner und Neues aus der U-Bahn

Dieses Mal Hakiki. Ich war vor einer ganzen Weile schonmal bei dem an der Müllerstraße, aber das war noch vor Start von 42 Döner, also zählt der nicht. Außerdem hatte ich den auch nicht als besonders gut in Erinnerung, also musste ich den an der Osloer Straße testen. Ich glaube es gibt Hakiki Döner sonst auch noch an der Schönhauser Allee S+U und noch irgendwo in Neukölln. Wenn Ihr sonst noch Hakikis kennt, meldet Euch, dann kann ich die auch nochmal testen 🙂

Der Laden ist ne Bude direkt an der U-Bahn-Station Osloer. Es war richtig windig und kalt, aber was tut man nicht für einen Döner. Ansonsten ist Hakiki nett gemacht und die Dönerjungs arbeiten sehr effizient. Und sie haben einen wirklich großen…Dönerspieß. Ich hoffe die brauchen jeden Tag alles auf.

Das ist ein echt großer Dönerspieß!

Den Döner selbst hab ich mit allen Saucen bestellt und wie immer ohne Gurke. Tomate gabs trotzdem, das war schonmal gut. Ansonsten ist das Gemüse wirklich sehr gut, das Kraut säuerlich angemacht und ansonsten frisch. Das Fleisch ist sehr gut gewürzt (wie soll es bei reinem Hack auch anders sein), aber wirklich lecker, sogar teilweise noch etwas knusprig. Das Brot hat gut gepasst, war nicht zu kross, ließ sich gut essen und es ist auch nicht zuviel runtergelaufen. Einziges Manko war leider wieder die Sauce. Ich weiß nicht, warum es in Berlin so ein großes Problem ist, eine anständige Dönersauce herzustellen. Wie bei Pamfilya ist zuviel Mayo drin, die Sauce ist zu dickflüssig und nicht anständig verteilt. Am Anfang ist das noch echt lecker, aber gegen Ende ist das dann einfach zuviel und zuviel auf einmal.

Dennoch der bisher beste Döner seit Blog-Start. Er bekommt satte 8/10. Preislich liegt Hakiki im Mittelfeld, ich glaube 3,50€.

Auf dem Foto kann man das knusprige Fleisch erkennen und auch, dass vorne einfach Sauce fehlt, die unten dann zuviel ist.

Außerdem ist mir letztens was tolles in dser U-Bahn aufgefallen. Ihr alle kennt das schiefe Brandenburger Tor, das auf den Scheiben in den U-Bahnen klebt.  Hier zum Nachlesen der Artikel aus der BZ.

Jedenfalls sind jetzt endlich die neuen Folien im Einsatz, wie ich selbst sehen durfte. Oben alt, unten neu. Das ist echt total verwirrend. Und man erkennt ganz klar den feineren Strich und die korrekte Perspektive: